Nach 5 Jahren BBJ-Projektmanagement für das Brandenburger Netzwerk „Haftvermeidung durch soziale Integration“ (HSI) wurde das ESF-Projekt um weitere 7 Jahre verlängert. Die 2. Phase von HSI wurde auf einer Veranstaltung am 23. März 2007 im Potsdamer Justizministerium eingeläutet.
Die soziale Integration von Straffälligen, Haftentlassenen und Haftgefährdeten braucht den Arbeitsmarkt als Basis, um der Zielgruppe neue Chancen für eine normale Existenz in der Gesellschaft zu eröffnen. Dabei helfen freie Träger der Straffälligenhilfe, die sich in Brandenburg zu einem landesweiten Netzwerk zusammengeschlossen haben. Ihre Angebote für die Zielgruppe vom Geldstrafenschuldner über den kriminell gefährdeten Heranwachsenden bis zum Haftentlassenen bieten differenzierte Maßnahmen, die den jeweiligen Problemlagen gerecht werden: Die soziale Beratung und Begleitung sowie das Training sozialer Kompetenzen wird in Kontakt-, Anlauf- und Beratungsstellen, die berufliche Integration durch die Maßnahmebündel „Arbeit statt Strafe“ angeboten. Durch das ESF-Projekt konnte die Arbeit der Netzwerkpartner erheblich professionalisiert werden. Als Ergebnis von Erfahrungsaustausch und Kooperation wird demnächst ein Handbuch erscheinen, das in qualitativen Standards Handlungsempfehlungen für die Straffälligenhilfe beschreibt. Informationen zum Netzwerk unter www.hsi-zabih.de Ansprechpartner für die Netzwerkkoordination bei der BBJ Consult AG in Potsdam ist Clemens Russell: Tel. 0331 / 7477112